Wir bleiben in Verbindung – Kommunikation auf den Philippinen

Vorweg: Die Philippinen sind das Land Südostasiens mit dem schlechtesten Netz – und das obwohl den Philippinos Kommunikation sehr wichtig ist. Je nach Region werdet ihr euch also wieder in die Zeiten von Modem und Fax zurück versetzt fühlen. Was die mobile Kommunikation betrifft, so ist der Inselstaat recht gut aufgestellt. Und ihr erfahrt in diesem Beitrag eine Methode, schnurlos mit der alten Heimat (in diesem Fall Deutschland) in Verbindung zu bleiben.

 

Langsam, aber überall: Gratis WLAN

Kostenloses WLAN gibt es auf den Philippinen in fast allen großen Kaufhäusern, Hotels und  Flughäfen. Sogar manche Ceres-Liner (die Überlandbusse) bieten WLAN an. Ok, mehr schlecht als recht, aber immerhin. Im Gegensatz zu Deutschland, wo das Thema digitale Kommunikation auch im Jahr 2018 noch Neuland ist, sind die Philippinen in diesem Punkt bereits sehr viel weiter.

Heimnetz im Schneckentempo

Es gibt Regionen, in denen der Ausbau des Telefon- und DSL-Netzes Anlass zu berechtigter Hoffnung gibt. Selbst in manchen Provinznestern wurden fleißig Glasfaserkabel gelegt.Wir hatten allerdings bisher nicht das Glück, über einen wirklich schnellen und stabilen Anschluss zu verfügen.Wenn ihr auf den Philippinen ins Netz wollt, habt ihr mehrere Möglichkeiten:

DSL für zu Hause

Eine DSL/Landline-Flatrate bekommt  ihr bei den großen Telekommunikationsanbietern  Globe Telecom, Smart oder PLDT. Wer zwingend einen Internetanschluss braucht, sollte vor dem Einzug bei der Telefongesellschaft sicherstellen, dass in der Gegend noch Anschlüsse frei sind. Wobei aus eigener Erfahrung kann ich sagen, auch das garantiert nicht, dass man auch wirklich angeschlossen wird. Versprochen werden alle möglichen Geschwindigkeiten, aber es kommt darauf an, wo man ist, ob diese Versprechungen auch wahr werden.

Wollt ihr mit der Heimat skypen, so achtet darauf, dass ihr mindestens einen 1 Mbit Anschluss habt. Wer aufs German Internet-TV nicht verzichten will, benötigt mindestens einen 2 Mbit Anschluss.

Eine eindeutige Empfehlung kann ich nicht guten Gewissens geben, da sich die Anbieter, wie in Deutschland auch, nicht wirklich viel geben. Unser Internetanschluss kommt von Globe – mit allen Vor- und Nachteilen, aber nie der Geschwindigkeit, die angepriesen wurde. Eine Bekannte von uns hat sich extra eine Antenne aufstellen lassen, damit sie schnelles Netz hat. Kostete damals um die 25.000 Peso. Wirklich schnell sieht aber auch anders aus.

Internetcafes

Wer nur sporadisch ins Netz geht – ja, so Menschen soll es auch noch geben – für den gibt es auf den Philippinen an jeder Straßenecke und das inzwischen auch in den kleinsten Orten Internetcafes.  Zum Preis von 20 bis 30 Peso pro Stunde könnt ihr dort surfen wie die Einheimischen.

Mobiles Internet

Es ist auch möglich, über das Mobilfunknetz online zu gehen. In Städten und touristischen Regionen ist das auch richtig schnell. In vielen Gegenden aber ist man einfach netzlos. Wer auf dem Land lebt, ist meist per Surfstick und Simkarte mit einer Geschwindigkeit von rund 64k.

Die teuerste Variante ist Internet per Satelit, die mit rund 15.000 Peso/Monat wirklich teuer ist. Wenn ihr nicht gerade ein Resort auf einer einsamen Insel eröffnen wollt, ist das für euch eher uninteressant.

Handy-Kommunikation national

Sobald ihr auf den Philippinen angekommen seid, solltet ihr euch eine Prepaid-Karte fürs Mobiltelefon holen. Diese Karten von Globe oder Smart (wir haben immer Smart) lassen sich beliebig oft aufladen und sind an jedem Saristore und in den Malls erhältlich. Auch mobiles Internet ist in diesen Prepaidkarten bereits integriert.

Fast alle Philippinischen Bekannten und auch Handwerker haben diese Prepaidnummern. Der Nachteil: Viele vergessen oder haben einfach nicht das Geld, das Guthaben rechtzeitig aufzuladen. Wenn man sie dann nicht erreicht, heißt es immer schulterzuckelnd: „Sorry Mam, out of load“.

Die Verbindung nach Deutschland

Es gibt eine Menge Gründe, warum man noch eine deutsche Nummer behalten möchte. Wir haben uns damals für Congstar entschieden. Unseren Vertrag haben wir noch in Deutschland abgeschlossen: KEINE monatliche Grundkosten, nur zahlen, was man verbraucht. Und das zu sehr fairen Konditionen. Wir haben damals dann noch gegen eine Gebühr von 20 Euro unsere Wunschnummer bestellt und diese begleitet uns jetzt weltweit. Dafür gibt es von uns eine absolute Empfehlung.

 

Hier geht es zu Congstar

 

Briefe und Dokumente

Manches muss man postalisch regeln. Das fängt bei Visaangelegenheiten an und endet bei Rentenbescheiden noch lange nicht. Wann immer ihr etwas per Post verschicken müsst, dann sendet es über LBC (Dumaguete unter anderem in der Robinson Mall, oberes Stockwerk). Sie sind ein klein wenig teurer, aber sehr, sehr zuverlässig und engagiert. An dieser Stelle einen ganz persönlichen Dank an John Rhey, der sich höchstpersönlich in seiner Freizeit eingesetzt und uns immer informiert hat über den Status sehr wichtiger Dokumente.

Tipp

Bitte beachtet: Wenn ihr Dokumente beispielsweise nach Europa senden wollt, NICHT versichern! Sobald diese versichert sind, reklamiert der Zoll einen Warenwert, was zu Folgekosten, Ärger und im schlimmsten Fall zur Rücksendung  führt, die ihr dann auch bezahlen müsst. Verfolgen könnt ihr die Sendungen dennoch.