Island shopping – Vom Jagen und Finden

So, nun steht also erst einmal Shopping an. Von Cebu kannten wir die großen Malls, wo Du alles, wirklich ALLES bekommen konntest. Nun, hier in Dumaguete ist das nicht ganz so komfortabel für den Westler. Allerdings…..eigentlich bekommst Du auch hier alles…FAST alles… Ist auch eine Frage des Preises.

Jetzt ist es ja so, dass man sich am Anfang in einer neuen Umgebung langsam vorantastet. Von groß nach klein. In unserem Fall hieß das, erst einmal zur neuen Robinson Mall, denn da kaufen lauter Langnasen – und es gibt so ein Pseudogefühl von Sicherheit. Und gut klimatisiert ist es auch… Und so schön alles unter einem Dach, shopping für Expats eben.

Nun, das machten wir nicht lange. Mit jedem Tag, den wir hier waren, wurden wir mutiger. Es folgte der Hypermart, die günstigere, aber uns sehr viel sympatischere Lee Plaza Mall, kleine Shops – und endet auf den kleinen Wochenmärkten, auf denen der Einkauf einfach nur zum Genuss wird. Denn: Wenn man im Hyper-/Supermarket einkaufen geht, ist es auf Dauer teurer als in Deutschland, kaum zu glauben – ist aber so. Weil: Man greift gerne auf Importgüter zurück, die man kennt. Und diese kosten einfach mehr. Das ist ja nicht der Sinn der Sache. Außerdem ist es sehr viel lustiger bei den Bauern.

Service ist ALLES

Ein gigantischer Unterschied zum Shopping in Deutschland merkt man in Sachen Service. Wobei ich sagen muss, dass sowohl während unserer letzten Zeit in meiner schönen Heimat Oberbayern (schnief) und auch in der Heimat der besten aller meiner Hälften, im Schwabenland, die Leute auch überall sehr freundlich und bemüht waren. Nürnberg, die Frankenmetropole, in der wir eigentlich etwas zu lange zuvor gewohnt hatten, war da eher das abschreckende Beispiel, das vor allem mit Unfreundlichkeit und Aggression glänzte.

Asiens Lächeln

Nun ist es aber ja so, dass in Südost-Asien ohnehin Lächeln immer das beste Argument ist, das Du bringen kannst. Und da wir freundliche Zeitgenossen sind, werden wir auch freundlich an jeder Ecke des Supermarktes von einem der gefühlten 200 Mitarbeiter gegrüßt.

Im Gegensatz zur germanischen Heimat verschwinden die auch nicht plötzlich, wenn der Kunde mit Auftrag droht…..im Gegenteil, jeder ist bemüht, Dir zu helfen und es kommen meist sogar noch einige Helfer hinzu.

Und wenn das Objekt Deiner Einkaufsbegierde in der dritten Etage des Regales liegt, dann kraxelt doch tatsächlich einer dieser bezaubernden Verkäuferinnen mit ihren Stöckelschuhen spontan die Regalstreben hoch – nein, ohne Leiter – und schwupp….hast Du die Ware. Die Arbeitssicherheit in Deutschland würde Schnappatmung bekommen und die Gewerkschaft sich mit einem Nervenzusammenbruch für den Rest des Jahres krank melden…

 

May I help you, Mam

Selbst machen darfst eh fast nix. Schon gar nicht als Frau. Also zumindest nichts, was wie Arbeit aussieht. An der Kasse den Wagen auspacken, ja, das ist grad noch ok. Aber einpacken, das übernimmt einer der fleißigen Helfer. Diese sind extra nur dafür da, alles schnell und so etwas von geschickt in Tüten und Boxen zu verstauen, dass man nur staunen kann. Christo lässt grüßen….Und wenn es zu viel zum Tragen ist, dann wird dir auch alles noch bis an Auto geliefert… und ins Auto. Wow….

 

Sorry, out of stock, Mam

Bei manchen Expats verursacht dieses Wort, kaum ausgesprochen, schon Schweißausbrüche. Nun, mit diesem Begriff hat es so seine Geschichte. Man hört es oft in den Malls und Läden. Meistens, weil tatsächlich das gewünschte Produkt nicht mehr vorrätig ist, manchmal aber leider auch, weil die Verkäuferin einfach keinen Bock hat, im Lager nachzusehen.

Für uns Europäer ist es oft nicht nachvollziehbar, dass nicht rechtzeitig für Nachschub gesorgt werden kann. Wenn man aber bedenkt, dass es noch nicht einmal ein funktionierendes Bankensystem auf den Philippinen gibt – dann wundert es nicht, dass es erst recht keine Systeme wie SAP oder ähnliches gibt.

Das ist grundsätzlich auch nicht schlimm, zumindest so lange nicht, wie es um wichtige Dinge geht wie Medikamente. Dazu aber mehr hier.

Die Supermärkte in den Malls öffnen in der Regl um 9 Uhr. Alle anderen Geschäfte erst um 10 Uhr. Penibel achten Sicherheitsleute darauf, dass dies eingehalten wird. Kurz, bevor das Einkaufscenter offiziell öffnet, wird jeden Morgen die Nationalhymne gespielt.

Shopping-Impressionen vom Markt