Lebenshaltungskosten: Realität trifft Erwartung

Das Leben auf den Philippinen ist ungemein preiswert, die Lebenshaltungskosten ja so niedrig. Das denken viele. Und wer keine besonderen Ansprüche hat, wird das auch bestätigen können. Nun ist es aber so, dass wir Ansprüche haben. Zumindest an zwei Dinge: Wohnen und Essen. Und damit beginnt auch schon das Dilemma hier auf den Philippinen.

Billig ist nicht preiswert

Markttafel mit Preisen

Die Preise am Markt werden morgens angeschrieben.

Bleiben wir einfach beim Thema Essen. Wer sich gern von Reis und Fisch oder Gemüse mit Sauce ernährt, der wird begeistert sein, wie billig das Leben hier sein kann. Pfennigfuchser kommen auch in den kleinen Garküchen noch so gerade auf Ihre Kosten, wo Frauen Schälchen mit undefinierbarem Essen für Preise von umgerechnet 50 Cent bis 1,20 Euro pro Portion feilbieten. Was dabei den kulinarischen Genuss oder Nichtgenuss betrifft, so lasse ich das Thema hier bewusst weg (dazu an anderer Stelle mehr). Unser Ding ist es nun mal nicht.

Nein, nicht, weil wir Garküchen nicht mögen. Ganz im Gegenteil. Die besten haben wir in Malaysia erlebt.  Wir lieben die asiatische Küche und eben genau die typischen Garküchen (dazu komme ich später Thema Malaysia noch). Diese Garküchen aber auf den Philippinen zu finden, ist schwer.

Lebenshaltungskosten sind abhängig vom eigenen Anspruch

Aber zurück zu den Lebenshaltungskosten. Wer ein wenig gut leben möchte, wird auch auf den Philippinen nicht wirklich billig leben. Und das nicht nur, weil er Expat ist, sondern einfach, weil gewisse Dinge auch dort ihren Preis haben. Und: Besonders in den vergangenen Jahren haben immer mehr Philippinos erkannt, dass man mit den Auswanderern gut Geld verdienen kann.

Folgend eine kleine Übersicht für Dumaguete und Umgebung, die euch vielleicht ein wenig die eigene Kalkulation erleichtert. Angaben in Philippinischen Peso, Stand Juni 2018

Einfaches Appartement außerhalb der Stadt5.000 bis 15.000 pro Monat
Einfaches Appartement im Stadtcenter8.000 bis 18.000 pro Monat
Appartement, besser ausgestattet15.000 bis 25.000 pro Monat
Einfaches Haus10.500 bis 25.000 Monat
Mittelklasse-Haus25.000 bis 60.000 Monat

 

Strom (Unsere Kosten für eine Klima, Kühlschrank, Beuler, PC und Handy)4000 bis 5000
Wasser200 bis 300
Internet (je nach Anspruch)1500 bis 4500
Gelbe Gurken, Kilo25
Tomaten, Kilo45
Paprika, Kilo170
Karotten, Kilo70
Broccoli, Kilo150
Okra, Kilo30
Blumenkohl, Kilo140
Eier, gute, das Dutzend,90
Weißer Reis, Kilo35 bis 55
Fisch, Kilo150 bis 350
Dragonfruit, Kilo150 bis 180
GarkücheJe nach Hunger, pro Mahlzeit 120 bis 250
Mittelklasse-Restaurant, 3-Gänge-Menü300 bis 500
Europäisches Essen500 bis 1000
Heimisches Bier, 0,5 Liter50 bis 70
Cappuccino60 bis 100
Softdrink, 0,3330 bis 60
Milch, Liter70 bis 100
Käse, europäisch, Packung120 bis 495
Wasser, 1,5 Liter20 bis 40
Hühnerbrust, Kilo170 bis 250
Rindfleisch, Kilo250 bis 350
Flasche Wein, einfach (ich kaufe immer gerne die Weine von Hardys, preislich ok, geschmacklich sehr gut)280 bis 490
Importiertes Bier55 bis 90
Tomaten, Kilo50 bis 100
Sommerkleid400 bis 1800
Schlappen30 bis 150
Sandalen400 bis 1200
T-Shirt200 bis 1200
Friseur Damen, Strähnen und Pflege in der Mall,  Maniküre, Fußpflege und Pediküre4500
Maniküre und Pediküre250 bis 700
Duschgel europäische Marken450 bis 500
Lokale Pflegemarken250 bis 350

Dem gegenüber liegt das durchschnittliche Einkommen eines Pinoys bei rund 7.500 Pesos.

Diese Liste ist als Anhaltspunkt zu verstehen und wird regelmäßig erweitert. Ich freue mich auch über eure Erfahrungen, einfach in den Kommentar schreiben und absenden.

Nach unserer Erfahrung ist es daher nicht möglich, pauschal zu sagen, dass man auf den Philippinen mit 500 Euro pro Person gut leben kann. Wir haben Auswanderer getroffen, die kamen damit hin. Andere hatten Ausgaben von bis zu 2.500 Euro pro Monat.

 

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Um unsere Ausgaben im Blick zu halten, führen wir ein Haushaltsbuch. Das ist jedem zu empfehlen. Es reicht eine enstprechende Excel-Tabelle. Wir arbeiten mit dem kostenlosen Haushaltsplaner von Ackisoft und sind sehr zufrieden.