Heute geht es um das Thema PLANEN. Ja, viele Deutsche machen es zu sehr. Nein, es ist in diesem Fall nicht überflüssig. Denn eine sorgfältige Planung ist Basis für jede Auswanderung. Daher mein Rat: Macht euch wirklich eine Checkliste! Unerwartetes kommt noch genug. Also keine Sorge, ihr dürft noch reichlich improvisieren 😉

Nun sind die Voraussetzungen für eine Auswanderung so unterschiedlich wie die Intention der Auswanderer. Habt ihr einen Job, hilft euch in der Regel der künftige Arbeitgeber bei den Formalitäten, vor allem, wenn es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot handelt. Auch Auswanderhelfer oder entsprechende Agenturen können einem viel abnehmen. Immerhin lebt eine ganze Industrie heute davon, dass Menschen von Hier nach Weit Weit Weg ziehen. Dabei aber genau schauen, wem ihr vertraut. Zahlreiche schwarze Schafe versuchen, mit der Unwissenheit ihrer Landsleute Kasse zu machen. Wer euch also kumpelhaft anschwatzt, er habe “das Geschäfts des Lebens” oder könne euch “zu einem coolen Deal” verhelfen, dem sagt ihr am besten ganz schnell adieu. Besser sind da Agenturen, die auch entsprechende Bewertungen haben oder offizielle Auswanderungshelfer.

Doch trotz aller Unterstützungsangebote: die Hauptarbeit liegt bei euch! Wer diese schon nicht leisten will, sollte es bleiben lassen mit der Auswanderung.

Wann man mit den Planungen beginnen muss, ist abhängig vom Wunschland. Logisch. Geht es von Deutschland nach Österreich, dann braucht es weniger Vorbereitung als beispielsweise beim Sprung über den großen Teich. Auch eine Immobilie kann die Planungen in die Länge ziehen. Ein Hausverkauf ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Gegebenenfalls müsst ihr die Abwicklung in die Hände eines seriösen Maklers legen.

Gründliche Vorbereitung kann bis zu zwei Jahre dauern

Sollte euer Zielland in der Ferne liegen, kann es bis zu zwei Jahren dauern, bis man alle nötigen Papiere zusammen hat. In dieser Zeit aber habt ihr genügend Muße, euch intensiv über eure neue Heimat zu informieren, sie als Tourist noch einige Male zu besuchen und die Landessprache zu lernen. Ja, das sollte man! Zumindest, wenn man sich wirklich integrieren will – und nicht in einer deutschen Enklave zwischen Neid und Hammel leben möchte. Sinnvoll ist es auch, sich zumindest grob mit den Gesetzen des Ziellandes zu beschäftigen.

Wer sich bewerben will, sollte alle Unterlagen in der Landessprache vorliegen haben und sich mit den Businessregeln der neuen Heimat auskennen. In China tauscht man Höflichkeiten nun einmal anders aus als in Wanne-Eickel.

Wandern neben Zwei- auch Vierbeiner aus, muss auch diese Vorbereitung mit auf die Checkliste. Die Recherche zu Impfungen, Titterbestimmung, Einreisevoraussetzungen und Transportmöglichkeiten können einen ganz schön auf Trab halten. Da stellt jedes Land andere Bedingungen. Für die Philippinen habe ich sie euch hier zusammengestellt. Für andere Länder findet ihr hier weitere Informationen. Was den Transport betrifft, so hat mir diese Seite viel geholfen.

Abmeldung aus Deutschland

Ein ganz wichtiges Thema ist die Abmeldung aus Deutschland. In Nürnberg teilte man uns sehr schnippisch mit, dass wir uns erst am Tag der Abreise abmelden dürften. Auf die Frage, wie man das bitte machen solle, wenn der Flieger bereits morgens um sechs gehe, zuckte die Tante nur mit den Schultern und meinte, das sei unser Problem. Unglaublich.

Da wir aber die letzten Wochen vor unserer Abreise noch auf einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb verbrachten, meldeten wir uns kurzerhand im Schwabenland an. Denn das dortige Team zeigte sich sehr viel weltoffener und freundlicher als die fränkischen Stoffel. Wir füllten also alle Formulare im Vorfeld aus und ließen uns dort einen Tag vor Abreise nur noch fix den Abmeldestempel ein- und den Wohnsitz austragen. Und gut war es. Macht euch also da rechtzeitig schlau!

Und nicht vergessen! Die GEZ will eine eigene Abmeldung samt Abmeldebestätigung. Diese solltet ihr ohnehin einscannen und/oder kopieren, da ihr sie auch für eure Auslandkrankenversicherung und allerlei andere Stellen noch benötigt.

Hilfreich: Eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten

Um euch eine kleine Hilfestellung zu geben, habe ich einmal meine Liste etwas modifiziert und euch zum Download zur Verfügung gestellt. Ich würde mich über Feedback freuen, was gut ist, was noch fehlt oder worauf ihr bei den Vorbereitungen noch gestoßen seid. Nur so kann die Liste zur ultimativen Auswanderer-Checkliste werden.

 

Hier könnt ihr euch die Checkliste (Excel) einfach herunterladen.

Checkliste für Auswanderer (75 Downloads)